05.05.2022 | 05:43 Uhr

Urteil im Kalteck-Prozess

Im Prozess um den tödlichen Raser-Unfall von Kalteck im Landkreis Regen hat das Landgericht Deggendorf noch gestern (04.05.) Nachmittag ein Urteil gesprochen.

Der angeklagte Motorradfahrer muss für drei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis, zwei Monate werden wegen der langen Verfahrensdauer abgezogen. Damit blieb das Gericht unter dem Strafmaß des ersten Verfahrens. Der heute 57-jährige Motorradfahrer gestand sich beim Prozessauftakt einen Fehler ein. Es sei falsch gewesen, das Autorennen auf der kurvigen Straße zu fahren. Auch wenn er nicht direkt den Unfall verursacht habe, trage er Schuld. Der Angeklagte entschuldigte sich daraufhin bei der Witwe und dem Sohn des getöteten Autofahrers. Bei der Tat im Juli 2018 leistete sich ein Sportwagenfahrer ein Rennen mit dem Motorradfahrer. In einer Kurve verlor der Sportwagenfahrer die Kontrolle über sein Auto und prallte mit dem entgegenkommenden Wagen des Opfers zusammen. Der Familienvater starb, sein Sohn als Beifahrer wurde schwer verletzt. Der Bundesgerichtshof sah keine unmittelbare Unfallbeteiligung des Motorradfahrers und hob die fünfjährige Haftstrafe auf.


UNSER RADIO die Lokalreporter: Christian Keim

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