19.04.2022 | 16:56 Uhr

Der Fall Dominik R.: Die Anwälte des Angeklagten und die Mutter des Opfers sprechen zum Prozessauftakt

Der Prozess um die Bluttat in Freyung vor knapp sechs Jahren, bei der eine junge Frau gewaltsam umgebracht worden ist, wird seit dem Vormittag am Landgericht Deggendorf neu verhandelt.

Der Angeklagte, Dominik R., hat heute bereits seine Anwälte eine Erklärung verlesen lassen. Es gelte das, was er schon bei seiner ersten Verhandlung eingeräumt habe, heißt es in dieser. Auch hat der Angeklagte heute verlesen lassen, dass er erkläre, dass die Aussagen, die zum Wiederaufnahmeverfahren geführt haben, nicht stimmen würden. Damit gemeint ist die vor Gericht festgestellte Falschaussage zweier Freunde Dominik R.s, wegen der die Staatsanwaltschaft nun an heimtückischen Mord aus Eifersucht glaubt. Der 28-Jährige soll seine Ex-Freundin nicht wie ursprünglich angenommen im Streit, sondern im Bett erstochen haben. Die erste Zeugenaussage machte zum Prozessauftakt die Mutter der Getöteten. Sie sprach von der Toxischen Beziehung, von Eifersucht und Gewalt zwischen ihrer Tochter und dem Angeklagten. Teil ihrer Aussage war auch der gemeinsame Sohn des Opfers und Dominik R.‘s, ihrem Enkel. Er lebt heute bei der Großmutter und befindet sich in Therapie. Erst vor kurzem habe der Sechsjährige erfahren, dass es sein Vater war, der die Mutter umgebracht hat. Er soll seiner Großmutter gegenüber die Hoffnung geäußert haben, dass „der böse Mensch nicht mehr rauskomme“. Das könnte der Fall sein, wenn das Gericht Dominik R. tatsächlich wegen Mordes verurteilen sollte – im Juni soll es darüber Gewissheit geben.


UNSER RADIO die Lokalreporter: Lara Fischer

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