04.08.2021 | 08:21 Uhr

Spionage: Ehefrau des Landshuters soll mitgemacht haben

Ein neues Kapitel tut sich derzeit im niederbayerischen Spionage-Krimi auf.

Der Generalbundesanwalt hat nun auch gegen die Frau des mutmaßlichen China-Spions aus Landshut Anklage erhoben. Auch ihr werden Medienberichten zufolge geheimdienstliche Aktivitäten vorgeworfen.
Die Frau soll, genauso wie ihr Mann, jahrelang Informationen an chinesische Geheimdienstmitarbeiter übermittelt haben. In dem Landshuter Haus des Ehepaars hat der mutmaßliche Spion Klaus L. das Institut für transnationale Studien betrieben. Dieses hat dem Politikwissenschaftler laut der Anklageschrift gemeinsam mit seiner wissenschaftlichen Reputation und über lange Jahre aufgebauter Netzwerke zu internationaler Bedeutung verholfen. Wie berichtet wurde der 75-Jährige bereits Anfang Juli festgenommen. Er soll als Doppelagent nicht nur die Chinesen, sondern auch den Deutschen Bundesnachrichtendienst mehr als 50 Jahre lang mit Informationen versorgt haben. Offiziell war der Wissenschaftler bis 2011 bei der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung angestellt. Er leitete dort das "Referat für Internationale Sicherheitspolitik".


UNSER RADIO die Lokalreporter: Christian Keim

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