10.08.2021 | 18:28 Uhr

Schutz der Landshuter Ochsenau soll Europasache werden

Naturschützer wollen Pläne zu einer umstrittenen Bebauung in der ökologisch wichtigen Ochsenau im Osten Landshuts mit einem Gang nach Brüssel stoppen.

Die Pläne der Stadt Landshut und des Freistaates Bayern zur Bebauung der Hälfte dieses 50 Hektar großen Kalkmagerrasens gefährdeten die Artenvielfalt in diesem Ökosystem, teilten der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturwissenschaftliche Verein Landshut (NVL) heute mit. Viele seltene Arten hätten dort in der Ochsenau letztes Refugium. Die Organisationen kündigten an, sich an die Europäische Kommission zu wenden. Aus Sicht der Naturschützer hätte das Gebiet als Teil des europäischen Schutzgebiets-Netzwerkes (Natura 2000) längst gemeldet werden müssen. In der Ochsenau lebten Arten, die es in ganz Bayern und teils in ganz Deutschland nicht mehr gebe. Entlang der Isar gab es bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts eine durchgehende Achse von Kalkmagerrasen mit Lebensräumen für Arten wie Steppengrashüpfer, Deutscher Sandlaufkäfer und Kleine Wolfsfliege. Dass diese Lebensräume in der Ochsenau erhalten blieben, hat seinen Grund vor allem in der früheren militärischen Nutzung.


UNSER RADIO die Lokalreporter: Lara Fischer

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