10.06.2021 | 07:48 Uhr

Zweieinhalb Jahre Haft nach Messerstecherei in Passauer Asylbewerberheim

Im Prozess um eine blutige Messerattacke in einem Asylbewerberheim hat das Landgericht Passau gestern (09.06.) ein Urteil gefällt.

Der angeklagte 22-Jährige muss einem PNP-Bericht zufolge für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Laut Gericht war die Tat eine gefährliche Körperverletzung, kein versuchter Totschlag. Das liege unter anderem daran, dass der Angeklagte nach der Tat im Juli vergangenen Jahres gleich den Notruf gewählt habe. Der Angeklagte sei zwar alkoholisiert gewesen, trotzdem werde die Strafe nicht gemildert, so das Gericht. Der Angeklagte habe sich nämlich am Tag nach der Tat schon in einem anderen Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen. Daher hätte er wissen müssen, dass er nach Alkohol aggressiv werde. Der 22-Jährige hat das Urteil bereits akzeptiert, die Staatsanwaltschaft noch nicht. Sie hatte fünfeinhalb Jahre Haft gefordert.


UNSER RADIO die Lokalreporter: Christian Keim

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