27.07.2020 | 05:51 Uhr

Mord in Passau: Prozess gegen 26-Jährigen geht weiter

Im Prozess um den Passauer Halloween-Mord beginnt um 09 Uhr (27.07.) der zweite Verhandlungstag.

Auch wenn der wegen heimtückischen Mordes Angeklagte bisher schweigt, hat bereits vergangene Woche zu Prozessauftakt ein Zeuge ein mögliches Tatmotiv genannt. Der 26-Jährige Angeklagte hatte sich, nachdem er seinem Opfer im Oktober letzten Jahres ein Messer in den Oberkörper rammte, dem Zeugen anvertraut: Bereits vor neun Jahren, als sowohl der Angeklagte als auch sein späteres Opfer noch im Iran gelebt haben, soll das spätere Mordopfer den heute 26-Jährigen nicht nur mehrmals missbraucht, sondern das ganze auch noch gefilmt und ihn damit erpresst haben. Als sich die beiden Männer dann durch Zufall in Passau wiedertrafen, soll der Peiniger es erneut versucht haben. Um ihm einen Denkzettel zu erteilen soll der Angeklagte sich mit ihm am 31. Oktober 2019 am Passauer ZOB verabredet haben. Wie er dem Zeugen gegenüber sagte, wollte er den 33-Jährigen aber nicht töten, sondern ihm lediglich einen Schrecken einjagen. Das Opfer konnte sich damals nach der Messerattacke noch vom ZOB zu einer Pizzeria in der Innstraße schleppen und starb dort. Heute geht es vor dem Passauer Landgericht mit Zeugenaussagen weiter: An den insgesamt fünf angesetzten Prozesstagen sollen 24 Zeugen und zwei Sachverständige gehört werden.


UNSER RADIO die Lokalreporter: Christian Keim

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