24.04.2020 | 16:44 Uhr

Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin fordert Öffnung von Kindergärten und Grundschulen

Die anhaltenden Schließungen von Kindergärten und Grundschulen sorgen für Unmut bei den Kinderärzten.

Denn sie können massive Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit von Kindern haben. Da nicht erwiesen sei, dass die Schließung der Einrichtungen die Krankheitslast und Sterblichkeit durch Covid-19 in der Bevölkerung senkt, und somit Kinder, anders als zum Beispiel bei der Influenza beim Corona-Virus nicht maßgeblich zur Ausbreitung des Virus beitragen, empfiehlt der Vorsitzende der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Matthias Keller von der Kinderklinik Passau: "Der Vorschlag der süddeutschen Gesellschaft ist, die Öffnung von Grundschulen und Kindertagesstätten wieder durchzuführen. Dies muss natürlich unter besonderem Schutz von Risikogruppen, insbesondere beim Betreuungspersonal stattfinden. Das kann schrittweise erfolgen, das kann erfolgen unter lebensnahen Hygienemaßnahmen. Wir als Kinderärzte sind überzeugt, dass die Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen im Sinne des Kindeswohls angemessen ist, und haben den dringlichen Apell, bei allen Maßnahmen, die jetzt geplant werden, auch das Kindeswohl in den Vordergrund zu stellen." Denn, so Keller weiter, wer ab jetzt die Gefahr der Kindswohlgefährdung in Kauf nimmt, müsse seine Entscheidungen besser begründen.


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