23.12.2021 | 15:07 Uhr

Impfbetrug im Landkreis Passau: Massentests und Hausdurchsuchungen

Im Fall des vermeintlichen Impfbetrugs zweier Ärztinnen aus dem südlichen Landkreis Passau hat die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen nun Einzelheiten bekannt gegeben.

Zwei Praxen und mehrere Wohnungen wurden demnach durchsucht. Konkret sollen die Medizinerinnen bei Patienten, die sich nicht impfen lassen wollten, Etiketten von entsorgten Impfstoffdosen in den gelben Impfpass geklebt haben. Anderen Patienten sollen sie ohne deren Wissen verdünnten Impfstoff verabreicht haben. Weiter sollen in einer noch unbekannten Anzahl von Fällen Impfungen vorgetäuscht und unberechtigterweise abgerechnet worden sein. Den Impfstoff sollen die Beschuldigten entsorgt haben. Eine Privatperson hatte die Behörden auf den möglichen Betrug aufmerksam gemacht. Gegen die Beschuldigten werde nun unter anderem wegen Betrugs, vorsätzlicher Körperverletzung und unrichtiger Bescheinigung von Schutzimpfungen ermittelt. Das Landratsamt Passau hat, wie berichtet, nach eigenen Angaben knapp 1000 Patienten für einen Antikörpertest angeschrieben, mehr als 300 hätten sich am Mittwoch bereits testen lassen.


UNSER RADIO die Lokalreporter: Lara Fischer

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