09.09.2020 | 05:44 Uhr

Amok-Drohung vor Prüfung: Polizei-Einsatz geht weiter

Nach der gestrigen Amok-Drohung vor einer Staatsexamensprüfung in der Passauer Dreiländerhalle wird die Polizei auch auf jeden Fall auch heute (09.09.) zur Sicherung der Prüfungsteilnehmer am Messegelände Kohlbruck anwesend sein.

174 Studenten schrieben gestern in Passau die erste Klausur ihres juristischen Staatsexamens. Bevor es losging musste allerdings jeder eine Durchsuchung über sich ergehen lassen. Gegen sechs Uhr morgens hatte nämlich ein bisher Unbekannter von einer Telefonzelle an der Passauer Donaulände aus gemeldet, dass er wisse, dass einer seiner Bekannten einen Amoklauf in der Dreiländerhalle plane. Damit die Prüfung doch stattfinden konnte, war ein Großaufgebot der Polizei vor Ort und hat bis nach dem Ende des Examens das Gelände gesichert und anschließend die betroffenen Prüflinge über die Lage informiert. Außerdem gab es für die Betroffenen ein Betreuungsangebot. Bis die Polizei den Unbekannten Anrufer ermittelt hat, werden auch die folgenden Prüfungstage mit einem „adäquaten Kräfteansatz“ vor Ort betreut. Also in jedem Fall wird es heute wieder ein Polizei-Großaufgebot an der Dreiländerhalle geben, bei Bedarf auch noch morgen und bei den beiden Prüfungen Anfang kommender Woche.
Wissenschaftsminister Bernd Sibler aus Plattling hat sich inzwischen zu der Amokdrohung und dem Polizei-Großeinsatz geäußert. Er sei sehr froh, dass mit Blick auf die Sicherheit der Studentinnen und Studenten so umsichtig gehandelt worden sei. Ihnen sei unter Abwägung der Gesamtsituation die Examensprüfung ermöglicht worden, auf die sich sie so lange vorbereitet hätten.


UNSER RADIO die Lokalreporter: Christian Keim

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