18.03.2021 | 16:36 Uhr

Ahnungslose für Geldwäsche missbraucht: Polizei warnt vor besonders verlockenden Stellenanzeigen

Offenbar missbrauchen Betrüger auch ahnungslose Menschen in Niederbayern für illegale Geldwäsche.

Wie das Polizeipräsidium Niederbayern jetzt warnt, versuchen Kriminelle auch in unserer Region jetzt schon des öfteren Erlöse aus Drogenhandel oder Internetbetrügereien „rein zu waschen“. Dafür werden offenbar immer öfter sogenannte „Finanzagenten“ benutzt, die von den illegalen Machenschaften meist nichts ahnen, sich aber trotzdem strafbar machen. Angelockt werden die unfreiwilligen Geldwäscher mit reißerischen Anzeigen im Internet oder in der Zeitung. „Schnelles Geld mit wenig Arbeit“, steht öfter darüber. Gegen eine Aufwandsentschädigung sollen die Opfer ihr privates Bankkonto für Einzahlungen zur Verfügung stellen und die eingezahlten Gelder dann weiter transferieren. Im zuletzt bekannt gewordenen Fall aus Passau, wurde einer 38-Jährigen vorgemacht, sie würde damit einen karitativen Zweck unterstützen.

​ Tipps der Polizei
• Wenn Ihnen ein lukrativer Job per unverlangt erhaltener E-Mail angeboten wird, bei dem Sie unüblich viel Geld verdienen können ohne eine entsprechende Leistung zu erbringen, ist davon auszugehen, dass das Angebot unseriös ist.
• Achtung wenn Sie Ihr Konto zur Abwicklung von Zahlungen zur Verfügung stellen sollen. Lassen Sie sich nicht von verlockenden Provisionsangeboten blenden.
• Prüfen Sie Ihre Kontoumsätze auf unerwartete Gutschriften, die Sie wieder zurück überweisen sollen. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Bank oder zur Polizei auf. Rückbuchungen sollten nur auf das Ursprungskonto erfolgen.

​ Mögliche Folgen
• Strafverfahren: Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe wegen eines Vergehens der Geldwäsche nach dem Strafgesetzbuch
• Verwaltungsrechtlich: Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wegen unerlaubten Betreibens von Finanzdienstleistungen
• Zivilrechtlich: Opfer, von denen die überwiesenen, inkriminierten Gelder stammen, können zivilrechtlich gegen die Finanzagenten vorgehen und eine Rückzahlung einfordern


UNSER RADIO die Lokalreporter: Julia Reihofer

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